Die Anna Klein-Geschichte geht weiter!
- 12. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Apr.
Ich war vor etlichen Jahren Speakerin auf einem Vortrag, als mir ein Zuhörer erzählte, dass eine amerikanische Autorin einen Krimi über den Wiesbadener Central Collecting Point geschrieben hat. Meine erste Reaktion: Ich war verärgert, dass mir jemand zuvor gekommen war, denn das war auch mein Vorhaben - meine akademische Arbeit über die Monuments Men in eine spannende Kriminalgeschichte zu verpacken... die Fakten waren ja bereits recherchiert. Wie ärgerlich, ich war zu spät
Aber dann habe ich das Buch von C.F. Yetmen gelesen. Und was soll ich sagen: Ich mochte die Geschichte von Anna Klein und ihrer Arbeit im Central Collecting Point. Also habe ich mit Canan Kontakt aufgenommen. Es stellte sich heraus, dass sie gerade an der Fortsetzung arbeitete und sie bat mich um ein Proofreading hinsichtlich der historischen Fakten, aber auch, ob sie die Szenerie in das Wiesbaden der späten 1940er Jahre gut integriert hatte - das Buch war ja weit entfernt entstanden. So durfte ich dann bereits vor der Veröffentlichung lesen, wie es mit Anna und Cooper weitergeht. In diesem Band taucht zum ersten Mal "Oskar", ein kriegsvertriebener Junge ohne Eltern, der für Annas Geschichte bedeutend wird.
Die Veröffentlichung von Band 3 der Anna-Klein-Trilogie fällt mitten in den Corona-Zeit. Öffentliche Lesungen sind leider nicht möglich. Also plant die Autorin eine Online-Buchvorstellung in Facebook - und beauftragt mich damit, einige Videobeiträge von den Schauplätzen in Wiesbaden zu drehen. Da bin ich natürlich gerne mit dabei und stelle den CCP Wiesbaden oder Annas Wohnort vor. Das Video der Buchvorstellung kannst du dir hier anschauen.
Die Anna-Klein-Trilogie ist übrigens auch in Deutschland zum Beispiel bei Amazon erhältlich.

Und nun hat Canan nachgelegt und erzählt, wie es weitergeht - vor allem mit Oskar. Im Juni erscheint "The Pretense of Memory", ich freu mich schon sehr auf diese Fortsetzung.
Worum es geht
Im Westdeutschland des Jahres 1958 boomt das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit, und alle scheinen die Verbrechen des Dritten Reiches völlig vergessen – oder falsch in Erinnerung behalten – zu haben. Doch Oskar Gruenewald hat das nicht. Als Idealist trotz seiner traumatischen Vergangenheit als zweimal verwaistes Flüchtlingskind hat er sich an der juristischen Fakultät eingeschrieben, um auf diese Weise einen Anschein von Gerechtigkeit zu erreichen. Doch schon bald muss er feststellen, dass das System gegen ihn arbeitet. Als eine zufällige Begegnung mit Romy Erlanger, einer rätselhaften Künstlerin mit einer Vorliebe für Provokation, Oskar in eine verborgene Welt zieht und ihn mit den Verbrechen – und den Verbrechern – konfrontiert, an die sich niemand erinnern will, befürchtet er, dass seine eigenen sorgfältig konstruierten Erinnerungen eine Täuschung sind. Oskar muss entscheiden, ob es die potenziellen Kosten für seine eigene Zukunft wert ist, die Regeln über Bord zu werfen, um die Dinge richtigzustellen – falls das überhaupt funktioniert. Aber manchmal muss man einfach kreativ werden, um die Aufmerksamkeit der Menschen zu erregen.
Einen Auszug aus der Buchvorstellung aus dem Jahr 2021 (Band 3 der Anna-Klein-Trilogie) findest du hier:







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