
Vorträge

Die Monuments Men in Wiesbaden
George Clooney hat ihnen ein Hollywood-Denkmal gesetzt: den “Monuments Men” , jener amerikanischen Kunstschutzeinheit, die sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf eine abenteuerliche Schatzsuche machte, um europäische Kulturgüter zu bewahren. Was in der Hollywood-Verfilmung nicht zur Geltung kommt: Die Geschichte der Monuments Men hört nicht mit dem Auffinden der Kunstwerke in den Salzbergwerken und anderen Auslagerungsstätten auf. Im Gegenteil – das wahre Verdienst dieser Kunstschutzoffiziere fängt gegen Kriegsende erst an. Und zwar im Gebäude des heutigen Landesmuseums Wiesbaden.
Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten – damals und heute
Haben wir nicht alle Kenntnisse über den Kulturgüterschutz? Wir wissen, wo sich die Welterbestätten befinden – wir haben die letzte Jahrzehnte damit verbracht, blaue Dreiecke an ihnen anzubringen. Vieles haben wir von den Monument Men des Zweiten Weltkriegs gelernt. Und doch verlieren wir in jedem bewaffneten Konflikts Kulturschätze von immensem Wert: nationales und globales Kulturgut, das Erbe der Menschheit. Wo sind heute die Monuments Men?


Value of Memory – Warum uns Kulturerbe so viel wert ist
Warum sind uns bestimmte Dinge so wichtig? Ein Foto, ein Brief, ein Gebäude – oft sind es genau diese Objekte, die Erinnerung tragen. Doch ihr Wert liegt nicht im Objekt selbst. Er entsteht durch das, was wir ihm zuschreiben: durch Geschichten, Erfahrungen und gesellschaftliche Deutungen. In meinem Vortrag zeige ich, wie sich dieser Wert zusammensetzt – materiell, historisch, emotional, politisch und symbolisch – und warum er sich im Laufe der Zeit verändert.
Gerade in Zeiten von Krisen wird deutlich, wie wirksam diese Zuschreibungen sind: Kulturgüter werden geschützt, geraubt oder zerstört, weil sie für Identität und Erinnerung stehen. Der Vortrag lädt dazu ein, Kulturerbe neu zu denken – als etwas, das nicht einfach existiert, sondern immer wieder neu entsteht.
Was ist uns unsere Erinnerung wert?
Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für Geschichte, Kunst und gesellschaftliche Zusammenhänge interessieren – und die verstehen wollen, warum uns bestimmte Dinge so viel bedeuten.
Wie Unternehmen aus ihrer Geschichte echten Wert schaffen
Warum ist die eigene Geschichte für Unternehmen oft ihr unterschätztester Vermögenswert?
Was macht ein Unternehmen glaubwürdig?
Warum vertrauen wir manchen Marken – und anderen nicht? Oft liegt die Antwort in etwas, das viele Organisationen unterschätzen: ihrer eigenen Geschichte. Doch Geschichte allein reicht nicht. Erst durch die richtige Einordnung, Erzählung und Nutzung entsteht daraus ein echter Wert.
In dieser Keynote zeige ich, warum „Corporate Memory“ weit mehr ist als ein Blick zurück.
Unternehmensgeschichte wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig – sie stiftet Identität, schafft Vertrauen, positioniert Marken und kann gezielt eingesetzt werden. Gleichzeitig wird deutlich, dass dieser Wert nicht automatisch entsteht. Er ist das Ergebnis von Zuschreibung – und damit gestaltbar.
Anhand konkreter Beispiele und klarer Modelle wird sichtbar, wie Unternehmen ihre Geschichte strategisch nutzen können – und wo die Grenzen liegen. Denn wer versteht, wie Wert aus Erinnerung entsteht, kann ihn bewusst einsetzen.
Die zentrale Frage lautet:
Welchen Wert hat Ihre Geschichte – und was machen Sie daraus?


Tanja Bernsau verbindet fachliche Klarheit mit einem feinen Gespür für Sprache und Wissensvermittlung.
Komplexe historische Zusammenhänge werden von ihr publikumsgerecht aufbereitet und verständlich gemacht. Hierbei spielt der persönliche Wissenshintergrund des einzelnen Zuhörers weniger eine Rolle, denn Frau Bernsau schafft es in Ihren Vorträgen Jeden abzuholen und mitzunehmen.
In ihrem Vortrag zu den Monuments Men im Kunstforum Mainturm (Flörsheim) hingen die Zuhörer ihr förmlich an den Lippen und waren nach kurzweiligen knappen 60 Minuten immer noch nicht satt.
Ich danke Frau Bernsau für ihre professionelle und unkomplizierte Zusammenarbeit.
