
Dr. Tanja Bernsau
Historikerin. Autorin. Spurensucherin
Ich gehe dorthin, wo Geschichten fast verschwunden wären.
In Archive, in Familienerzählungen, in Unternehmenschroniken, in Kunstwerke und Artefakte. In die Lücken zwischen den Zeilen. In das, was Menschen hinterlassen — bewusst und unbewusst, sichtbar und verborgen.
Als promovierte Kunsthistorikerin habe ich gelernt, Quellen zu lesen, Zusammenhänge zu erkennen und aus Fragmenten ein Bild zu machen. Aber was mich wirklich antreibt, ist eine Frage, die ich mir immer wieder stelle: Was wollen wir aus der Vergangenheit in die Gegenwart retten — und was davon sollte für die Zukunft relevant bleiben?
Diese Frage ist größer als ein einzelnes Fachgebiet. Sie verbindet Erinnerungskultur mit Kulturgutschutz, historische Forschung mit persönlicher Biografie, wissenschaftliche Genauigkeit mit dem Wunsch, Geschichten so zu erzählen, dass sie wirklich gehört werden.
Was ich tue
Ich forsche, schreibe und erzähle — in verschiedenen Formaten und für verschiedene Zielgruppen.
Als Historikerin berate ich Medien, Unternehmen und Institutionen. Als Biografin begleite ich Menschen dabei, ihre Lebensgeschichte festzuhalten. Als Ghostwriterin helfe ich anderen, ihre Geschichte in Worte zu fassen. Als Autorin schreibe ich Sachbücher und Belletristik — Kurzgeschichten, Historisches, bald vielleicht auch einen Krimi. Und als angehende Verlegerin baue ich mit dem Spurensuche Verlag ein Zuhause für Bücher auf, die es wert sind, gelesen zu werden.
Meine thematischen Schwerpunkte: Kunstgeschichte und Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Kulturgutschutz und Denkmalpflege, die Monuments Men und Women, Provenienzforschung, Erinnerungskultur, schwedische Kunst- und Kulturgeschichte — und die Frage, wer eigentlich entscheidet, welche Geschichten überdauern.
Seit 2026 bin ich Mitglied im Kulturbeirat der Stadt Wiesbaden.

Wer ich bin — jenseits der Projekte

Ich lebe und arbeite im Taunus — und die besten Ideen kommen mir beim Spazierengehen mit Dackel Oskar. Die Natur ist mein Kontrapunkt zur Archivarbeit: laut, lebendig, gegenwärtig.
Schweden ist mein zweites Zuhause im Kopf. Stockholm, die Wikingergeschichte, der Sinn für Schlichtheit und Tiefe — das begleitet mich seit Jahren und fließt immer wieder in meine Arbeit ein.
Ich male. Ich schreibe. Ich suche Spuren. Manchmal führen sie dahin, wo ich sie nie erwartet hätte. Das ist der schönste Teil.
